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Ein PR-Coup für Jahrtausende

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Neu als E-Book erschienen ist mein Sachbuch-Erstling, und aus diesem Anlass habe ich dem Werk einen neuen Titel und ein neues Cover verpasst, sodass die Sache jetzt für mich stimmig ist. Denn ja, es geht um die “Geheimen Schriften des Christentums” (so der Titel der Buchausgabe), um Apokryphen also, die keinen Eingang in die Bibel fanden, aber kulturhistorisch richtig spannend wirds erst, wenn man sich der Wirkungsgeschichte der religiösen Geschichten annimmt – und z.B. erfährt, wie viele unserer katholisch geprägten Vorstellungen absolut keine Grundlage in der Bibel haben, sondern auf volksfrommen Legenden beruhen. Oder infolge gezielter päpstlicher Desinformationskampagnen entstanden, wie, als berühmtestes Beispiel, die Sache mit der zur Prostituierten erklärten Maria Magdalena, die in Wahrheit der Co-Star sogar in den offiziellen Evangelien ist, gleich hinter Jesus und klar vor allen anderen (Aposteln).
Was immer Jesus, historisch gesehen, auch gemacht haben mag – als “ziemlich gesichert” kann gerade mal seine Existenz gelten –, das Bild von ihm, das Neue Testament, ist das Resultat einer sorgfältigst über Jahrhunderte kompilierten Schriftensammlung mit einigen klar definierten, strategischen Zielen: eine Kirchenorganisation zu schaffen, die Frauen zu verdrängen, das Monopol über die Erkenntnis an sich zu reißen. Nachdem dies alles geschehen war, konnte man sich getrost von der eigenen “Heiligen” Schrift abwenden und nach Gutdünken in eigener Sache interpretieren, rundheraus lügen oder erfinden, solange es dem kirchlichen Machterhalt und dem Verbleiben der Frauen an dem ihnen zugewiesenen Kellerplatz dienlich war. Natürlich berief man sich offiziell stets in allem auf das Buch der Bücher … ein gewisser Martin Luther hat den falschen Zirkus dann irgendwann echt nicht mehr ausgehalten und versucht, sich wieder auf die “wahre” Grundlage, das geschriebene Wort, zurückzubesinnen. Die Streitereien, die daraus entstanden sind, haben so an die 50 Millionen Tote gefordert. Sie dauern bis heute an, und das Traurigste an der ganzen Sache ist, dass auf der Grundlage von etwas Dispute geführt werden, das nichts anderes ist als ein Parteiprogramm …
Dr. Alexander Daxecker formulierte es in einer amazon-Leserkritik so: “Ich habe das Buch zwar ,nur’ zufällig in die Hände bekommen, aber bereits nach den ersten paar gelesenen Zeilen bildlich verschlungen. Viele Fragen, die ich mir im Alltag über die Ursprünge unserer abendländischen Kultur und Moralbegriffe, sowie über Jahrhunderte aufrechte Wertvorstellungen unserer Gesellschaft stellte, finden in diesem hervorragenden Werk Antworten. Doch keine Angst, es verliert sich nicht in philosophischen Theorien oder drängt einem gar die persönliche Meinung des Autors auf. Im Gegenteil, es regt zum Nachdenken auf Basis einer erfrischend vielseitigen Darstellung der Entstehungsgeschichte der Bibel an. Dazwischen eingestreut amüsiert man sich über humorvolle Bemerkungen des Autors.”

Helmuth Santler: Die Un-Heilige Schrift. Die Entstehung der Bibel: Ein PR-Coup für Jahrtausende. Kindle E-Book, etwa 80 Farbillustrationen, Verlag Die Textwerkstatt, Langenlois 2012. € 6,86 bei amazon kaufen

Helmuth Santler: Geheime Schriften des Christentums. tosa, Wien 2007. 316 S., Preise antiquarisch bei amazon kaufen

Geschenkbuchtipp in eigener Sache 3

Dienstag, 22. November 2011

Der Bestseller meiner Jahrgangsbände und definitiv die Ausgabe mit dem größten Unterhaltungswert. Alle, die es zu einem 50er nicht geschafft haben, diesen Band zu verschenken, können ganz beruhigt sein: Auch zu 51. Geburtstagen ist das schmale, aber inhalts- und bilderreiche Werk eine sicherlich willkommene, launige Reminiszenz an die Zeiten, in denen der Kasperl das Nonplusultra der Fernsehunterhaltung darstellte, der mit Puppen spielende Sohn den Eltern Angstträume bescherte, der Proporz seine schönsten, weil gänzlich unbehinderten Blüten trieb; Zeiten, in die die Heldenzeit Österreichs fällt, mit Klammer, Lauda und Cordoba, wenige Jahre nachdem Staatspreisträger Günther Brus auf die rotweißrote Fahne schiss; in denen die größte Investitionsruine aller alpenrepublikanischen Zeiten entstand, das verhinderte Atomkraftwerk Zwentendorf. Mixed Tapes waren das Coolste, das es gab, die Fernsehserien entwuchsen dem Säuglingsalter, die ZiB hypnotisierte uns…

Helmuth Santler: WIR vom Jahrgang 1961. Kindheit und Jugend in Österreich. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2011. Geb., 64 S., ca. 70 Illustrationen, EUR 14,90

Geschenkbuchtipp in eigener Sache 2

Dienstag, 22. November 2011

“Unsere frühe Kindheit war von Mangel geprägt, unsere Kindheit wurde uns in den Kriegswirren gestohlen, unsere Jugend verbrachten wir inmitten von Trümmern. Wir waren viel zu früh erwachsen geworden, nur sehr wenige wurden so im Leiden geprüft wie wir. Deshalb dürfen wir stolz darauf sein, es geschafft zu haben: Wir haben überlebt. Wir haben gelebt und geliebt und das Nachkriegsösterreich mit jugendlicher Tatkraft wieder aufgebaut. Wir 32er haben aus dem Allerwenigsten das Allermeiste gemacht.”
Soweit ein Auszug aus dem Vorwort zu diesem Jahrgangsband, der meiner Mutter gewidmet ist. Ich will nicht verhehlen, dass die Diskrepanz meiner Absichten und Ansichten als Autor und jener des Verlags, der auf Beschwichtigung und leichte Verdaulichkeit abzielt, bei diesem Band maximal auseinanderklafften. Dennoch ist das Ergebnis sehens- und lesenswert geworden und vermittelt ein gutes Stück weit das, was ich dank der Lebenserinnerungen meiner Mutter an Einblicken und Einfühlung in diese Zeit erfahren konnte.

Helmuth Santler, Brigitte Santler: WIR vom Jahrgang 1932. Kindheit und Jugend in Österreich. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2011. Geb., 64 S., ca. 70 Illustrationen, EUR 14,90

Das Leben, eine Reise

Dienstag, 22. November 2011

“Ich danke der Zeitschrift “WEGE“, dass ich zu diesem wirklich sehr unterhaltsamen Buch gekommen bin! Ich fing zu lesen an – und freute mich schon auf die nächste Lesezeit, um weiterzulesen. Das Schöne an diesem Buch ist, dass ein bisschen Zeitgeschichte, der Werdegang eines Menschen, die intensive Liebe zu einem Menschen, das Zusammenleben, die Herausforderungen des Lebens und sehr, sehr viel Information über andere Länder in einem Werk vereint sind. Das Buch ist sehr flüssig und lebendig geschrieben. Die Ausführungen über andere Länder (besonders natürlich Amerika) waren für mich so eine Art “innere Weltreise”. Ich fand es spannend, über Hintergründe und Ursprünge von vielen Ortsnamen zu erfahren.
Immer wieder erwischte ich mich im Laufe des Lesens dabei, wie ich immer zurückrechnete, wie alt ich war zu diesem oder jenem Zeitpunkt der Lebensgeschichte von Kurt & Trudy. Ich war so verbunden mit der Art ihrer Verbundenheit und Liebe, dass ich am Ende des Buches (als Trudy ihrem Kurt adieu sagen musste) Tränen in den Augen hatte. Ein sehr gelungenes Werk!”
amazon-Rezension von Leserin Christine B.

Jetzt neu auch als Ebook zum Download erhältlich. Wer die traditionelle Printversion vorzieht, schickt mir am besten eine E-Mail, wir finden eine Lösung.

Helmuth Santler: Gertrud Ihne. Kurt & Trudy. Die Reise Leben. KVerlag, Klagenfurt 2010. Geb., 416 S., EUR 19,90, ISBN 978-3-85391-299-7
Helmuth Santler: Gertrud Ihne. Kurt & Trudy. Die Reise Leben. Ein Ebook vom Textmaker, Wien 2011. Kindle-Edition, EUR 9,99, ASIN: B005PXA1UQ

Geschenkbuchtipp in eigener Sache 1

Dienstag, 22. November 2011

Tja, was schreibt man Gutes, aber nicht peinlich Selbstlobendes über diesen Band aus der Reihe WIR vom Jahrgang … Kindheit und Jugend in Österreich? Am besten einfach den U4-Text (also das, was hinten draufsteht, aber mangels Klappe kein Klappentext sein kann…), zumal es sich um einen Auszug des Vorworts handelt:
Wir vom Jahrgang 1942 wurden geboren in einer schrecklichen Zeit. Der Zweite Weltkrieg tobte in all seiner Grausamkeit und fürs Kindsein blieb in diesen Jahren von Zerstörung, Angst und Verfolgung wenig Raum. Unsere Väter waren im Krieg und der tägliche Kampf ums Überleben bestimmte auch in Österreich immer mehr den Alltag. Doch selbst die schwärzeste Stunde enthält ein Fünkchen Licht, und wer könnte dieses Licht besser verkörpern als wir, die Neugeborenen des 42er-Jahres? Nach Kriegsende begann unser Leben erneut. Wir freuten uns darauf!

Noch ein Hinweis zum Band 1942: Co-Autorin Gertrud Ihne ist auch die Titelheldin meiner Romanbiografie “Gertrud Ihne. Kurt und Trudy. Die Reise Leben“, jetzt auch als Ebook-Download verfügbar. Die traditionelle Buchausgabe erhält man am besten von mir oder Trudy persönlich.

Helmuth Santler, Gertrud Ihne: WIR vom Jahrgang 1942. Kindheit und Jugend in Österreich. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2011. Geb., 64 S., ca. 70 Illustrationen, EUR 14,90

 

Wir vom Jahrgang 1961. Kindheit und Jugend in Österreich

Montag, 18. April 2011

“Wir sind zu einer besonderen Zeitenwende auf den Plan getreten, verwurzelt in der alten Zeit, offen für die neue. Von Honigmilch und Schwedenhöschen über Kasperl, Stängeleis und Sunkist fanden wir den oft langen Weg in die Schule, wo es noch rau zuging. Später erlagen wir der ZiB-Hypnose, bretterten über die Skipisten, erhielten Gratis-Schulbücher und kümmerten uns rein gar nicht um die Ölkrise. Und dann begann die große Heldenzeit mit Lauda, Klammer und Córdoba. Mit 18 war uns klar: Wir 61er würden der Welt unseren Stempel aufdrücken.”
Pure comedy und ein tiefer Blick ins Familienalbum – das Schreiben dieses Bandes hat viel Spaß gemacht, den man ihm, so hoffe und glaube ich, auch anmerkt. Am Cover lauter mir bekannte Gesichter (eins davon mein eigenes). Die dazugehörigen Personen haben sich seither ein klein wenig verändert, und dem Woher und Wohin nachzuspüren macht einen Gutteil des Reizes dieser Jahrgangsbände aus.
Helmuth Santler: WIR vom Jahrgang 1961. Kindheit und Jugend in Österreich. Wartberg, 2011. Geb., ca. 75 Illustrationen,64 S.

Neues Bauen mit Stroh

Mittwoch, 6. April 2011

Der Titel lässt den Schluss zu, dass es Strohballenbau schon so lange gibt, dass es bereits an der Zeit für eine ‘neue’ Form dieser Bautechnik ist. Und genau so ist es auch, wie man in diesem wirklich 100 Seiten ‘starken’ Büchlein erfahren kann. Anscheinend haben sich die Autoren den guten Baustrohballen zum Vorbild genommen – je kompakter gepresst, desto besser.
Dabei ist das alles trotz der dichten Pressung und der vielen Technik gut zu lesen und sehr übersichtlich und ordentlich gemacht ‘ das Layout passt, es gibt ein Glossar, einen Index, Literaturhinweise und Kontakte zum Netzwerk der Strohbau-Begeisterten.
Wer überlegt, zu bauen oder zu sanieren und dafür evt. Strohballen einzusetzen, sollte sich als erstes zu einem tragfähigen (Info)-Fundament verhelfen. Das hiermit zur Verfügung steht. (Amazon-Rezension).
Herbert und Astrid Gruber, Helmuth Santler: Neues Bauen mit Stroh. Ökobuch faktum, Staufen bei Freiburg 2008. Tb., 112 S.

Das große Handbuch der Wunder

Donnerstag, 27. Januar 2011

Das große Handbuch der Wunder: Wenn der Glaube Berge versetzt ist ein erfreuliches Buch, das dem Phänomen unerklärlicher Ereignisse ohne die Kirche oder Glaubensfanatismus auf die Spur zu kommen versucht. Grandios recherchiert und absolut seriös beschreibt der Autor die Wunder an den wichtigsten Stätten, analysiert die sogenannten Bestellungen beim Universum und gibt so einen umfassenden Überblick über die Phänomene, die die Kirche nur allzu gern als Wunder beschreibt. Ein wichtiges Buch. (Roland Roth, amazon-Rezension)
Die wunderbare Kraft der Gedanken; Wunder sind da, um vollbracht zu werden; Wunder haben viel mit Glauben, aber rein gar nichts mit einer bestimmten Religion zu tun; wir leben in einem geistigen Universum und können selbst bestimmen; ein Buch, das Mut macht und hoffen lässt.
Für die katholische Kirche sind dokumentierte Wunder(heilungen) die Voraussetzung für eine Heiligsprechung; ein bürokratischer Akt, der in diesem Buch natürlich Thema ist. Daraus aber ein Wundermonopol abzuleiten ist völlig verfehlt. Eine der zentralen Aussagen des Wunderbuchs lautet: Wunder sind für alle da, von den Anhängern der Jungfrau Maria bis zu Wissenschaftlern auf der Suche nach der Weltformel.
Was ist nun überhaupt ein Wunder? Magie, reiner Aberglaube oder ein sichtbarer Ausdruck für wahren Glauben? Und wer vollbringt all diese Wunder? Könnte das – jeder von uns sein?
Das Buch bringt Ihnen die verschiedenen Wunder-Begriffe näher und erzählt von Wunderdingen, -wesen, -orten und -heilungen; kritisch wird auf die „Bestellungen beim Universum“ eingegangen. Es schlägt eine Brücke von der ganz normalen Magie der Wunder zur unfassbaren Realität der Quantenphysik und findet erstaunliche Gemeinsamkeiten. Die Kraft der Gedanken ist überall…
Helmuth Santler: Das große Handbuch der Wunder. Wenn der Glaube Berge versetzt. tosa, Wien 2007. Geb., 320 S.