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corporate identity (CI): (auch Unternehmensidentität) ist
der abgestimmte Einsatz von Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild
nach innen und außen. Basis dafür ist das Unternehmensleitbild,
welches durch die Corporate Identity mit Leben gefüllt wird. Ziel
der Corporate Identity ist eine nachhaltige Unternehmensentwicklung.
Die Corporate Identity (CI), auch Unternehmensidentität, ist also
die „Persönlichkeit“ bzw. der „Charakter“
einer Organisation, die als einheitlicher Akteur – mit sozusagen
menschlichen Eigenschaften – handelt und wahrgenommen wird.
Das Konzept der „CI“ beruht auf der Idee, dass Unternehmen
wie Persönlichkeiten wahrgenommen werden und ähnlich wie solche
handeln können. Insofern wird Unternehmen eine quasi menschliche
„Persönlichkeit“ zugesprochen – bzw. es wird
als Aufgabe der Unternehmenskommunikation angesehen, Unternehmen zu
einer solchen Identität zu verhelfen. Die Identität einer
Person ergibt sich für den Beobachter normalerweise aus der optischen
Erscheinung sowie der Art und Weise zu sprechen und zu handeln. Betrachtet
man ein Unternehmen als einen gewissermaßen personalen Akteur,
so lässt sich seine Identität mit einer Strategie konsistenten
Handelns, Kommunizierens und visuellen Auftretens vermitteln. Falls
alles zueinander passt und die komplementären Teile ein einheitliches
Ganzes ergeben, entsteht eine stabile Wahrnehmung eines Akteurs mit
einem spezifischen Charakter, die Corporate Identity. Typischerweise
umfasst die CI die Unternehmensphilosophie, das Leitbild, die Begrifflichkeiten,
die Handlungsrichtlinien, den Namen, das Logo, weitere visuelle Zeichen,
ggf. akustische Zeichen sowie alle weiteren Unterscheidungs- und Alleinstellungsmerkmale
und insbesondere - sofern vorhanden - das besondere Versprechen des
Unternehmens als Marke.
corporate design (CD): Unter Corporate Design (CD) wird die
visuelle Identität verstanden, die als Erscheinungsbild Teil der
Corporate Identity ist. Corporate Design findet Anwendung bei Gestaltung
von Zeichen, Arbeitskleidung (Corporate Clothing: Uniformen), Formularen,
Architektur der Betriebsgebäude, Farbgebung usw. Eine Ausweitung
erfährt Corporate Design zunehmend durch weitere sinnlich wahrnehmbare
Merkmale wie z. B. den akustischen Auftritt (Audio-Branding) (Corporate
Sound) oder den olfaktorischen Auftritt.
couponing: ist ein Kommunikationsinstrument der Werbung innerhalb
eines Marketingplans, welches den Grundgedanken der in den 1950er und
1960er Jahren häufig verwendeten Rabattmarken nutzt. Dabei gewährt
der Verkäufer dem Kunden gegen Vorlage eines Coupons einen Rabatt,
eine Zugabe oder ähnliches. In der Regel wird der Couponwert dem
Händler zuzüglich einer Kostenpauschale vom Hersteller zurückerstattet.
Die Abrechnung zwischen verschiedenen Händlern und Herstellern,
das so genannte Coupon-Clearing wird oft über eine dritte, unabhängige
Instanz, das so genannte Clearinghaus erledigt, da eine direkte Abrechnung
zwischen jeweils vielen Händlern und Herstellern sehr aufwendig
und selten objektiv wäre.
Auch der Händler/Dienstleister kann selbst Coupons ausgeben, deren
Wert sich idealerweise durch einen Werbekostenzuschuss der Hersteller
refinanziert. In erster Linie ist Couponing jedoch eine Strategie, die
den Herstellern selbst Gelegenheit gibt, aktiv den Abverkauf
ihrer Produkte zu forcieren. So kann ein Cross-Selling angeregt werden,
indem bspw. auf Zahnbürstenverpackungen Coupons für Zahnpasta
abgedruckt werden.
customer relationship management: Kundenbeziehungsmanagement
oder Kundenpflege (engl. Customer Relationship Management, CRM) bezeichnet
die Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen und ist ein wichtiger
Baustein für Beziehungsmarketing. Da Kundenbeziehungen langfristig
ausgerichtet sind, steigert es den Unternehmenserfolg, alle kundenspezifischen
Unternehmensaktivitäten aufzuzeichnen. Kundenansprachen und Kundenbindungen
nehmen einen immer höheren Stellenwert ein, da die Gewinnung von
Neukunden bis zu sieben Mal so teuer sein kann wie die Kundenbindung.
Daher werden bei vielen Unternehmen sämtliche Daten von Kunden
und alle mit ihnen abgewickelten Transaktionen in Datenbanken gespeichert.
Diese Daten können integriert und aufbereitet werden, um im Unternehmen
an jeder Stelle in der passenden Zusammenstellung zur Verfügung
zu stehen. Die Daten und Transaktionen werden immer im Kontext zu Prozessen
eines Unternehmens gesehen.
CRM unterstützt die Kommunikation im Kundenprozess mit verlässlichen
Zahlen, Daten, Fakten, um die Aufmerksamkeit in Beziehungen mit einem
hohen Kundenwert zu konzentrieren und Schwachstellen im Dialog mit dem
Kunden zu identifizieren.
Im Gegensatz zum CRM beschäftigt sich das Stakeholder-Relationship-Management
(SRM) mit allen Geschäftspartnern eines Unternehmens.
database-marketing: Als externe Quellen zur Vorbereitung einer
Direktmarketing-Aktion können keine Informationen aus öffentlich
zugänglichen Quellen, wie Telefonbüchern oder Branchenverzeichnissen
herangezogen werden, da diese Quellen nicht für Werbezwecke gebraucht
werden dürfen. Adressverlage (List-Broker) vermitteln Adressen
aus Kundendatenbanken an direktwerbetreibende Unternehmen und generieren
Datenbestände nach deren Wünschen, sollten diese noch nicht
in dieser Form vorhanden sein. Interne Datenquellen sind die unternehmenseigenen
Kundendateien. Die Rückläufer werden in der gleichen Datenbank
erfasst, und stehen für die weitere Bearbeitung (Nachfassen, Folgeangebote,
Reaktivierung) bereit.
So kommt dem Database-Marketing eine wichtige Rolle zu, denn es ist
für alle Maßnahmen verantwortlich, die den Aufbau, die Gestaltung
sowie den Einsatz und die Pflege einer Datenbank betreffen. Je besser
diese Informationen aufbereitet sind, desto treffendere Rückschlüsse
sind auf das Kauf- und Konsumverhalten möglich. Ziel ist es zum
einen, große und kostenintensive Streuverluste bei der Ansprache
zu vermeiden, zum anderen, die richtigen Kunden für die Aktion
aus der Datenbank zu selektieren.
Mit Hilfe des Database-Marketing wird so die Marktsegmentierung
in konkrete Aktionen umgesetzt. Wichtig ist dabei die ständige
Pflege der Datenbank, denn die Auswertung der Rückläufer aus
den Aktionen sowie anderer interner Datenquellen wie z. B. das Außendienstbericht-System
und Verkaufsstatistiken lassen mit der Zeit immer bessere Vorhersagen
über die Erfolgsaussichten der einzelnen Instrumente des Marketing-Mix
für das betreffende Unternehmen zu.
direktmarketing: Als Direktmarketing (auch Direct-Response-Werbung)
oder Dialogmarketing wird innerhalb der Marktkommunikation des Marketing
jede Werbemaßnahme bezeichnet, die eine direkte Ansprache des
möglichen Kunden mit der Aufforderung zur Antwort enthält.
Die nachfolgende Stufe im Marketing ist der Direktverkauf.
direct-response-marketing: Ziel ist es, einen Empfänger
als potentiellen Abnehmer zu identifizieren, so dass dieser sein Interesse
an dem Unternehmen bekundet und auf die Werbebotschaft reagiert. Im
Unterschied zur Direktwerbung wird im Dialogmarketing (auch Direct-Response-Werbung)
die Möglichkeit, sich mit dem Unternehmen in Verbindung zu setzen,
daher aktiv verstärkt (Responseverstärkung). In der Praxis
wird ein Werbemittel wie ein Mailing, z. B. durch Beilagen, aufgeklebte
Giveaways, durch das Angebot von Verlosungen oder Einladungen zu Veranstaltungen
aufgewertet. Verstärkt werden können diese Werbebotschaften
auch z. B. durch die Verwendung besonders exklusiver Papiersorten, Kartonagen
oder Sonderfarben. Flankierende Maßnahmen, wie z. B. eine nachgelagerte
SMS oder ein Nachfass-Mailing, werden eingesetzt, um die persönliche
Ansprache zu intensivieren und die Möglichkeit einer Antwort (Response)
durch einen zweiten Werbeanstoß an den Empfänger zu erhöhen.
Ein besonders häufig genutztes Instrument im Direktmarketing ist
das Callcenter. Im persönlichen Telefongespräch erhält
das werbende Unternehmen zusätzlich Informationen über den
Kunden und seine Präferenzen. Im Dialog kann auf Kundenfragen viel
besser eingegangen, argumentiert und überzeugt werden als z. B.
im Simplex-Dialog eines Mailings mit Responseabschnitt zur Rücksendung.
Dies zeigt sich an deutlich höheren Erfolgsquoten im Vergleich
zum klassischen Mailing. Andererseits liegen die Kosten pro Kontakt
mehrfach über denen eines Werbebriefes mit einfacher Ausstattung.
Hochwertige Mailings kosten mitunter jedoch mehr als ein Anruf und lohnen
sich daher nur bei entsprechend hochpreisigen Gütern.
Je nach Kriterium lassen sich die einzelnen Kunden von einem „Starkunden“
bis zu einem „Verzichtskunden“ unterscheiden. Durch
die Möglichkeit der Unterscheidung kann man eine Werbemaßnahme
für jeden Kunden individuell gestalten. So rechtfertigt ein „Starkunde“,
der ein hohes Umsatz- und Gewinnpotenzial sowie beste Wachstumsaussichten
aufweist, einen hohen Marketing-Aufwand. Dies drückt sich z. B.
in Form von intensiver Kundenbetreuung – vor, beim und nach dem
Kauf –, bevorzugter Lieferung oder Berücksichtigung von Sonderwünschen
aus.
Einen so genannten „Verzichtskunden“, der durch ein geringes
Umsatzpotenzial und geringe Wachstumsaussichten gekennzeichnet ist,
sollte man besser aufgeben, da er meist schon einen negativen Deckungsbeitrag
aufweist. Diese Differenzierung und Selektion der Kunden ist einer der
Erfolgsfaktoren des Database-Marketings.
Weiterhin werden Kundenbeziehungen aufgebaut, welche zu einer Kundentreue
und letztlich zu einer engen Kundenbindung führen sollen.
Stammkunden erwirtschaften nach wie vor die meisten Umsätze.
So ist es bis zu sieben mal leichter (bzw. billiger), einen Stammkunden
zum Kauf zu bewegen, als einen neuen Kunden für sich zu gewinnen.
Daher hat das Direktmarketing nicht nur für die Gewinnung von Neukunden
Vorteile, sondern dient vor allem dem Ziel Stammkunden eng an das
Unternehmen zu binden.
distributionspolitik (Place): Unter der Distributionspolitik
werden alle Entscheidungen und Handlungen des Unternehmens im Zusammenhang
mit dem Weg eines Produktes vom Hersteller bis zum Endverbraucher getroffen.
Die Möglichkeiten der Distributionspolitik sind vielfältig.
Im Handel stellt sich die Frage, ob die Produkte in einer klassischen
Verkaufsstätte (POS, Geschäft) verkauft werden oder ob die
Ware direkt zum Kunden gebracht wird (wie z. B. bei Versandhäusern,
die die Ware direkt zum Kunden nach Hause schicken). Die verschiedenen
Möglichkeiten der Distribution schließen sich nicht zwangsläufig
gegenseitig aus. Häufig bieten Unternehmen Kombinationen oder mehrere
Möglichkeiten parallel an.
eventmarketing: Unter Eventmarketing (auch Event-Marketing,
Live-Kommunikation, Live-Marketing) wird die zielgerichtete und systematische
Planung von Veranstaltungen (Messen, Außendienstkonferenzen, Verkaufspräsentationen,
Sport- und Kulturveranstaltungen), unter Berücksichtigung der Kommunikationsziele
des Unternehmens verstanden. Es ist eine Form des Marketing.
Hintergrund des Eventmarketing ist die Fragmentierung der Märkte
und die (wohl nicht nur angebliche) Reizüberflutung der Konsumenten
durch die klassischen Werbeformen. Werbung in Zeitung, Radio, Fernsehen
oder Internet wird ergänzt oder ersetzt durch eine Aktionsform,
die die Zielgruppe direkt erreicht und mit ihr aktiv und emotional interagiert.
Die Vertiefung von Beziehungen zur Zielgruppe ist das Ziel.
kundenbindung: In Handel und Dienstleistung erhalten Stammkunden
häufig
- Belohnung nachher: Prämien, Geschenke oder Bonus, (exklusive
Angebote auf Preis-/Angebotsebene, z. B. Lounge-Nutzung)
- Belohnung vorher: Rabatte (Vergünstigungen, z. B. zusätzliches
Freigepäck) oder
- Belohnung zu allen Zeiten: bevorzugte Behandlung, z. B. geringere
Wartezeit an Schaltern.
Der Anbieter gibt damit Anreize für wiederholte Geschäftsbeziehungen.
Kundenbindungsprogramme sind häufig mit einer Kundenkarte
(Club-Karte, Bonuskarte) verknüpft. Der Anbieter erhält dadurch
auch Name und Adresse des Kunden und kann diese zur Analyse des Kaufverhaltens
und zur gezielten Werbung oder anderer Marketingmaßnahmen im Rahmen
des Kundenbeziehungsmanagements nutzen.
Besonders wirksam sind Kundenbindungsprogramme bei Geschäftskunden,
wenn diese die Vergünstigung privat in Anspruch nehmen können.
In diesem Fall kann unter Umständen die Prämie bei der Auswahl
des Anbieters stärker wirken als der eigentliche Kaufpreis.
Häufige Kundenbindungsmaßnahmen sind Kundenkarten und Vielfliegerprogramme,
Couponing, Ad-Games (Werbespiele), Vorteilskarten/ Mehrwertprogramme
mit der der Kunde verschiedene geltwerte Vorteile, wie Ermäßigungen
in Hotels, Restaurants, Golfclubs usw. erhält.
100 Millionen Kundenkarten sind in Deutschland im Umlauf (Stand Mai
2005). Die Vielfliegerprogramme der großen Fluggesellschaften
z.B. sollen die Kundenbindung verstärken, indem sie die häufige
Nutzung derselben Gesellschaft mit Rabatten in Form von Freiflügen
oder Prämien belohnen.
marketing: (engl.: auf den Markt bringen, Vermarktung), bezeichnet
die Ausrichtung der Unternehmensentscheidungen am Markt.
Daneben werden unter Marketing auch alle Tätigkeiten wie Analyse,
Planung, Umsetzung und Kontrolle auf gegenwärtige und zukünftige
Absatzmärkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten verstanden.
Marketing wird so zur zentralen betriebswirtschaftlichen Funktion in
einem marketing-orientierten Unternehmen. Im Marketing-Mix werden die
langfristig geplanten Vorgaben in konkrete Aktionen umgesetzt, betreffend
Produkt, Preis, Kommunikation und Distribution.
In der Praxis wird Werbung und Public Relations (PR, Öffentlichkeitsarbeit)
oft mit "Marketing" gleichgesetzt. Auch vertriebliche Aktivitäten
werden eleganter mit "Marketing" bezeichnet. Aus marketing-theoretischer
Sicht werden diese allerdings im Kommunikations- bzw. Distributionsteil
des Marketing-Mix eingeordnet.
marketing-mix: Im Marketing-Mix werden Marketing-Strategien
in konkrete Aktionen umgesetzt: absatzpolitische Fragen "wie und
wo machen wir Werbung", "welche Vertriebskanäle nutzen
wir" werden hier für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel
ein Jahr) durchgeplant.
Der Marketing-Mix unterteilt sich in die Elemente (auf Englisch) "4
P"s: Product, Price, Place, Promotion, also Produkt-, Kontrahierungs-
(Preis-), Distributions- und Kommunikationspolitik.
Beispielsweise: ein innovatives Highend-Mobiltelefon (Produkt) das hochpreisig
(Preis) nur über einen Mobilfunk-Anbieter vertrieben wird (Place)
und über intensive PR, TV-Spots und Online-Seiten beworben wird
(Promotion) ... oder eine mit Test "sehr gut" ausgezeichnete
Standard-Margarine (Produkt), die günstig (Preis) als Eigenmarke
im Lebensmittel-Discount vertrieben wird (Place) und gelegentlich in
Angebots-Flyern im Markt oder per Hausverteilung beworben wird (Promotion).
Siehe dazu das Schaubild
Marketing-Mix auf Wikipedia.
mailing (werbeaussendung): Bei einem Mailing oder einer Werbeaussendung
(auch: Drucksache) handelt es sich um eine persönlich adressierte,
massenhaft vervielfältigte Briefsendung. Mailings sind z.B. Werbebriefe,
Einladungen, Informationsschreiben, Bestellhefte, Flyer, Folder, Prospekte
und Versandhauskataloge. Das Mailing ist ein heute weit genutztes Instrument,
um bestimmte Kunden- und Zielgruppen kostengünstig, schnell,
zuverlässig und persönlich zu erreichen. Es ist das klassische
Werbemittel im Direktmarketing.
Wichtig ist die klare überzeugende Ansprache mit einem persönlichen
Nutzen-Versprechen. Ist der Werbebrief allgemein-floskelhaft
gehalten, in der üblichen firmenbezogenen Werbesprache formuliert,
wird der Leser nicht persönlich erreicht. Schnell und extrem leicht
verständlich sollten die Texte verfasst werden. Zur Optimierung
der Werbeinhalte werden oft vor einer Großauflage verschiedene
Mailing-Konzepte testweise an Kunden geschickt (Pretest). Das
erfolgreichste Konzept wird später in Großauflage "ausgerollt"
(rollout).
Wichtiger Bestandteil eines klassischen Mailings ist das Response-Element,
z.B. Antwortkarte, Bestellschein, Fax-Antwort, etc. Auf der Basis des
Response wird der wirtschaftliche Erfolg einer Werbeaussendung berechnet.
Der typische Leseverlauf bei einem Mailing von rechts oben [Logo] zur
Adresse, Überschrift, den Text überfliegend zum Absender [Unterschrift]
nach unten und erst dann zum Inhalt des Briefes (siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Mailing.png)
ist eine Grundlage für die Gewichtung der kommunizierten Inhalte.
PR: Öffentlichkeitsarbeit oder auch Public Relations
(PR) bezeichnet einen weit gefassten Begriff für die Gestaltung
der öffentlichen Kommunikation von Organisationen, Unternehmen,
Ideen oder Einzelpersonen sowie alle Maßnahmen zur Pflege der
Beziehung zur Öffentlichkeit:
PR ist die Gestaltung guter, positiver und fruchtbarer Beziehungen einer
Unternehmung zur Öffentlichkeit. Diese Arbeit schließt die
sachliche Aufklärung und Unterrichtung 'in eigener Sache' mit ein.
promotion (kommunikationspolitik): Unter der Kommunikationspolitik
versteht man Ziel- und Maßnahmenentscheidungen zur einheitlichen
Gestaltung aller das Produkt betreffenden Informationen (Corporate
Communication und Corporate Design). Die wesentlichen Instrumente
der Kommunikationspolitik sind Werbung, Verkaufsförderung, persönlicher
Verkauf, Sponsoring, Messen, Events und Öffentlichkeitsarbeit (einschließlich
der Corporate Identity).
Als verkaufsförderung (Sales Promotion) werden innerhalb
der Kommunikationspolitik des Marketings alle Aktivitäten zusammengefasst,
die der Aktivierung der Marktbeteiligten (Vertriebsorgane, Händler,
Kunden) zur Erhöhung von Verkaufsergebnissen dienen. „Während
Werbung einen Kaufgrund gibt, bietet Verkaufsförderung einen
Anreiz, den Kaufakt zu vollziehen oder voranzutreiben.“ (Kotler/Bliemel
2004) Verkaufsförderung kann an Verbraucher, an den Außendienst
sowie an den Handel gerichtet werden. Je nach Adressat differiert auch
die Erscheinungsform der Verkaufsförderung, wobei zwischen kurz-
und langfristiger Verkaufsförderung unterschieden werden kann.
Generelle Ziele der Verkaufsförderung sind die Gewinnung neuer
Kunden, die Belohnung bestehender Kunden sowie die Erhöhung der
Kauffrequenz von gelegentlichen Verwendern. Durch die meist zeitliche
Begrenzung von Verkaufsförderungsaktionen werden die Kunden zudem
zu schnellem Handeln angeregt.
werbung: Werbung appelliert, vergleicht, verführt, macht
betroffen oder neugierig...
Werbung ist ein Instrument in der Kommunikationspolitik, einem
Teilbereich des Marketing-Mix. Hier steht sie neben dem Sponsoring
sowie der Verkaufsförderung (Promotion), der Öffentlichkeitsarbeit
(abgekürzt aus dem Englischen auch PR für Public
Relations), dem Event-Marketing, den Messen und Ausstellungen,
der persönlichen Kommunikation und dem Direktmarketing.
Das werbekonzept setzt den allgemeinen Rahmen, nach dem sich
alle Gestaltungsmaßnahmen einer Werbekampagne zu richten haben.
Im Groben gibt das Konzept die Punkte Consumer Benefit (Vorteil
für Konsumenten), Reason Why (Wörtlich übersetzt:
„Grund, warum“) und Tonality (Auffälligkeit,
also z. B. den Einsatz von Reizworten) vor.
Die Anforderungen an eine erfolgreiche Werbung sind:
- Aufmerksamkeitsstärke
- Relevanz
- Glaubwürdigkeit
- Merkfähigkeit
- Kontinuität
Je mehr die Werbung diesen Kriterien gerecht wird, desto größer
ist ihre Chance, dass sie das bewirkt, was sie bewirken soll.
werbung & aufmerksamkeitsstrategien im B2C-Bereich
- Wiederholung: Ein Teil der Werbung konzentriert sich darauf,
eine Marke durch Wiederholung zu bewerben. Nach durchschnittlich sieben
Wahrnehmungsvorgängen wird sich einer Botschaft bewusst erinnert.
- Referenz auf prominente Verwender („Bandwagon-Argument“):
Indem Werbung andeutet, das Produkt würde allgemein in einer
höheren sozialen Schicht verwendet, soll der Kaufanreiz erhöht
werden.
- Zeugenaussagen: Oft versucht die Werbung, die bessere Qualität
ihres Produktes durch das Zeugnis des Normalverbrauchers, der Experten
oder beider zu fördern: „Drei von vier Zahnärzten
empfehlen …“ Dies bezieht häufig einen Anklang von
Autorität mit ein. (Spin Doctors)
- Künstliche Verknappung: Es wird versucht, die Menschen
schnell ohne lange Überlegung wählen zu lassen und, so hofft
die Werbung, zu schnellem Kauf zu ermuntern: „Ausverkauf, schlagen
Sie jetzt zu!“, „Nur für kurze Zeit!“, „Nur
solange der Vorrat reicht!“, usw.
- Assoziation: Oft versucht die Werbung, ihr Produkt visuell
oder auditiv mit wünschenswerten Umständen zu verbinden,
um es ebenso wünschenswert erscheinen zu lassen. Der Gebrauch
von attraktiven Modellen, malerischen Landschaften und ähnlichen
Darstellungen ist verbreitet.
- Werbefigur: Die gestresste Hausfrau bekommt zur Problemlösung
einen großen starken Mann geliefert, (Meister Proper oder Der
General) bzw. eine attraktive Verwendungseigenschaft wird auf eine
solche Figur projiziert (HB-Männchen oder Herr Kaiser).
Derartige Konzepte im Bereich der B2C-Werbung lassen sich nicht ohne
Weiteres auf den B2B-Markt übertragen. Hier übernimmt die
Verkaufsförderung (Promotion) oder die Öffentlichkeitsarbeit
bzw. das Sponsoring entsprechende Funktionen gegenüber den institutionalisierten
Abnehmern.
werbespiele (ad-games) sind Spiele, die in unterhaltsamer Form
der Werbung dienen, man spricht in diesem Zusammenhang auch von Advertainment.
Neuerdings handelt es sich dabei zumeist um Computerspiele die auch
als Ad-Games - Ad steht für Advertising (engl. Werbung) - bezeichnet
werden. Viele Werbespiele sind zur Steigerung der Attraktivität
und um mit ihnen Daten sammeln zu können mit Gewinnspielen gekoppelt.
Das wohl bekannteste Werbespiel dürfte das Moorhuhn-Spiel sein.
Viele namhafte Unternehmen nutzen Werbespiele als Werbemittel, sowohl
zur Kundenbindung als auch zur Neukundengewinnung. Aber auch nicht kommerzielle
Unternehmen und Institutionen nutzen Werbespiele um ihre Botschaften
zu verbreiten. So existieren auch Werbespiele die von Bildungseinrichtungen
gefördert werden, wenn sie z.B. für die Verwendung von Kondomen
werben.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Werbeformen beschäftigen sich
die Kunden freiwillig und in aktiver Form mit der Werbebotschaft.
Dadurch wirkt die Werbung in andere Weise als z. B. Fernsehwerbung (TV-Spots)
oder Postwurfsendungen (Mailings), die passiv wahrgenommen, und daher
nicht selten als lästig empfunden werden. Dies bestätigt das
Institut für angewandte Kommunikationsforschung: "Während
beinahe 90 Prozent aller Testpersonen TV-Spots als störend beurteilen,
stößt die Werbung in Werbespielen bei mehr als der Hälfte
auf Sympathie."
Neben der Kommunikation von Marke und Werbebotschaft verfolgen Unternehmen
mit Ad-Games zumeist das Ziel der Adress-Generierung von bestehenden
und potenziellen Kunden. So müssen sich die Nutzer von Ad-Games
häufig registrieren, um den vollen Funktionsumfang der Spiele zu
nutzen oder an verknüpften Gewinnspielen teilzunehmen. Die generierten
Daten können für weitere Marketingmaßnahmen genutzt
werden.
Werbespiele für Personal Computer lassen sich grob in 2 Gruppen
einteilen, Online-Spiele und herkömmliche Computerspiele,
es gibt aber auch Mischformen.
Quelle: Helmuth Santler und Herbert Gruber, bzw.
Texte aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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